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Foto: 1989 © Wolfgang Fobo, Text: Hannelore Fobo 1989 - Dezember - EntspannungInzwischen können die Soldaten der Grenztruppen ohne weiteres auf der Mauer patroullieren, was vor dem November als undenkbar galt. Die Mauer ist auch nur an dieser Stelle zu einem Spaziergang geeignet: zum einem ist sie ist hier viel massiver gebaut als sonst üblich, zum anderen fehlt das aufgesetzte runde Rohr, das dafür sorgt, dass man keinen Halt findet. Man muß allerdings genau hinschauen, um die drei Personen zu erkennen; an diesem naßkalten und nebligen Dezembertag heben sie sich mit ihren dunklen Uniformen kaum vom braun-grau des Brandenburger Tores ab. Die vielen Fotos mit den feiernden Menschen auf der Mauer wurden alle an dieser Stelle geschossen. Nach dem 9. November 1989 wurden überall neue Grenzübergangsstellen geschaffen: Eine Zeitlang ergab sich die absurde Situatuin, dass die Ost-Berliner ganz einfach mit ihrem Ausweis von Ost nach West passieren durften, während die West-Berliner für den Besuch in Ost-Berlin weiterhin ein Visum beantragen mußten. Diese Regelung wurde erst zu Weihnachten 1989 aufgehoben. Natürlich wollten alle direkt am Brandenburger 'Tor durch die Mauer, aber wegen der Breite der Mauer war an dieser Stelle kein Durchbruch möglich. So wurde schließlich links und rechts des Tores, wo die "normale" Betonplattenmauer stand, ein Einreise- und ein Ausreisedurchgang geschaffen. An Silvester 1989/1990 begann hier die Tradition der Silvesterfeiern am Brandenburger Tor, inzwischen ein Markenzeichen Berlins. Über das Gerüst einer Videowand am Brandenburger Tor kletterten Besucher zur Quadriga, und diese wurde dabei schwer beschädigt. Bei der anschließenden Restaurierung vervollständigte man den Lorbeerkranz wieder mit dem preussischen Adler und dem Eisernen Kreuz, beides Symbole, die von der DDR nicht toleriert worden waren. email: Hannelore Fobo <halo.fobo@t-online.de> |
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